Zuhören, Mut machen und den Alltag gemeinsam gestalten: Seit 30 Jahren begleiten die sozialpsychiatrischen Einrichtungen der Diakonie in Schwandorf Menschen mit psychischen Erkrankungen. Beim Jubiläumsfest blickten rund 60 Gäste auf viele Begegnungen und persönliche Lebensgeschichten zurück.
Im Mittelpunkt standen der Sozialpsychiatrische Dienst, das Ambulant unterstützte Wohnen und das Wohnheim. Sie verbindet ein gemeinsames Anliegen: Menschen dabei zu unterstützen, möglichst selbstbestimmt zu leben, Kontakte zu pflegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ob Beratung, Begleitung im Alltag oder ein Zuhause mit verlässlicher Unterstützung – die Hilfe orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen.
Die Feier begann mit einem Gottesdienst und wurde musikalisch begleitet. Besonders berührend war der Beitrag eines langjährigen Wohnheimbewohners, der mit einem eigenen Gedicht Einblick in seine Gedankenwelt gab. Bereichsleiterin Katja Deyerl erinnerte daran, dass hinter drei Jahrzehnten unzählige Geschichten stehen: von Menschen, die Hilfe gefunden haben, und von allen, die sie auf ihrem Weg begleiten.
Das Jubiläum war auch Anlass, nach vorne zu schauen. Der wachsende Unterstützungsbedarf und fehlende Therapieplätze zeigen, wie wichtig wohnortnahe Angebote sind. Mit Erfahrung, Engagement und guter Zusammenarbeit setzt sich die Diakonie dafür ein, Menschen auch künftig Halt zu geben und neue Perspektiven zu eröffnen.