Untrennbar verbunden

Diakonie und Kirche

Diakonie und Kirche: Gemeinsam für die Menschen

Die Diakonie Oberpfalz ist als Dachgesellschaft von mehreren GmbHs ein eingetragener Verein. Unsere Mitglieder sind in der Regel die ev. Kirchengemeinden und einzelne Diakonieverein des Evangelischen-Lutherischen Dekanats Cham* Sulzbach-Rosenberg-Weiden. Die Satzung der Dachgesellschaft und der GmbHs sind untrennbar mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern verbunden. Die Satzung ist neben der volkskirchlichen Verankerung, hat eine weiteren Bezug zur freien Wohlfahrt und zu den Ordnungen des Sozialstaates.

Strukturell ist die Diakonie Teil der verfassten Kirche. In Bayern ist das Diakonische Werk Bayern der Spitzenverband, dem zahlreiche regionale und lokale Träger angehören – von großen diakonischen Unternehmen wie die Rummelsberger Diensten bis zu kleinen, gemeindebasierten Initiativen. Die Leitungsgremien sind oft mit kirchlichen Vertretern besetzt, und auf Dekanatsebene gibt es enge personelle und organisatorische Verflechtungen. Die diakonischen Einrichtungen sind rechtlich selbstständig, bleiben jedoch über Mitgliedschaft, Leitbild und Kooperationsvereinbarungen fest in den übergeordneten diakonischen und kirchlichen Strukturen verankert.

Finanziell bekommt die Diakonie als Leistungserbringer die in den Sozialgesetzbücher vorgesehenen Mittel.  Oft sind es Mischfinanzierungen und in vielen Bereichen sind Eigenanteile in der Finanzierung von 10 – 30% mitunter gefordert. Hauptquellen sind öffentliche Mittel – insbesondere von Kommunen, Freistaat und Bund –, Sozialversicherungsträger wie Pflege- und Krankenkassen, sowie Eigenmittel der Einrichtungen.
Die Diakonie ist als gemeinnützige Organisation nicht gewinnorientiert, dennoch wirtschaftlich nachhaltig in seinem Bestreben. Dennoch gibt es mitunter hohe Defizite z. B. in der Frauenhaus- und Gewaltschutzarbeit, Sozialpsychiatrie, Armutsberatung, Migrationsberatung oder in der Einzelfallhilfe. Um gesamtdiakonisch den Hilfsbedarfen zu begegnen sind wir als gemeinnützige Organisation auf Spenden angewiesen. Mitunter erhalten wir auch kirchliche Kollekten oder Zuschüsse, wenngleich regelmäßige kirchliche Mitteln unter 1% unseres Umsatzes ausmachen.

Historisch bezieht sich die die Diakonie vor allem auf die Botschaft Jesu. Er gibt sich nur einen Titel und das ist der des Dienens. Diakonie ist der Dienst am Nächsten.

Die moderne Diakonie entstand im 19. Jahrhundert. Einerseits war die aufkommende Industrialisierung und damit einhergehenden Massenverelendung und anderseits eine aufkommende Arbeiterbewegung und die damit einhergehende soziale Frage.

Die Not und die soziale Frage wurde vom kirchlichen Beamten- und Pfründetun nicht wahrgenommen. Wegen dieser vorgefundenen kirchlichen Selbstbespiegelung versuchten spirituelle bewegte Persönlichkeiten, mitunter auch Theologen, die soziale Frage praktisch zu beantworten. Sie waren in der Regel eingebunden in das kirchliche Leben vor Ort, mitunter auch in der theologischen Gelehrsamkeit, aber wussten auch, dass sie in der Regel neben der Kirche, meistens in Vereinen, zügiger und schneller im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe vorankommen. Im ganzen deutschsprachigen Raum entstanden Hilfsvereine, Diakonievereine oder Gemeindevereine und in dieser Tradition steht seit gut 120 Jahren auch die Diakonie Oberpfalz.

Obwohl rechtlich selbstständig, betrachtet sich die die Diakonie als ein wesentlicher Arbeitsbereich der Ev. Kirche in Bayern und deren Dekanatsbezirke. Es ist eine lebendige Partnerschaft, in der Glaube und Handeln zusammengehören und in der sich geistliche und soziale Verantwortung gegenseitig tragen

Immer für Menschen da

Die Wurzeln der Diakonie kommen aus dem Neuen Testament. Dort wird der Begriff „diakonia“ – Dienst – für tätige Nächstenliebe verwendet: für den Dienst am Nächsten, besonders an Armen, Kranken, Ausgegrenzten oder allgemein an Menschen mit Hilfsbedarf. Dieses Verständnis prägte die Kirche durch die Jahrhunderte, blieb jedoch lange Zeit vor allem Aufgabe einzelner Klöster, Stiftungen und ehrenamtlicher Gruppen.

Heute ist die Diakonie in Bayern – und auch speziell in der Oberpfalz – ein moderner, flächendeckender Wohlfahrtsverband. Sie verbindet die biblische Tradition tätiger Nächstenliebe mit den Anforderungen einer komplexen, pluralen Gesellschaft. Vom Neuen Testament bis ins 21. Jahrhundert hat sich ihre Rolle gewandelt – geblieben ist der Kern: den Menschen in seiner Würde zu achten und zu unterstützen, wo er Hilfe braucht.

Die erste Anlaufstelle

Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit (KASA)

Dagmar Deutschländer

Sebastianstr. 18

92637 Weiden

0961 38931-16

Kirchlich Allgemeine Sozialarbeit (KASA)

KASA - Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit in Sulzbach-Rosenberg

Pfarrplatz 5

92237 Sulzbach-Rosenberg

09661/87770-0

| eMail |

Kirchlich Allgemeine Sozialarbeit (KASA)

KASA - Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit in Amberg

Paulanergasse 18

92224 Amberg

09621/3724-0

| eMail |